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| LEIPZIGER FOLK SESSION BAND |
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| AKTUELLE MITSPIELER(INNEN)LISTE
Ulrich Doberenz Baß Susanne Grütz Gesang Uwe Sterzik Gesang Andreas Uhlmann Posaune, Johannes Uhlmann Knopfakkordeon, Violine Till Uhlmann Drehleier, Violine Manfred Wagenbreth Mandoline, Bouzouki, 5-String-Banjo, Gesang Jens-Paul Wollenberg Gesang Jörg Wolf Violoncello, Mundharmonika Jürgen B. Wolff Gitarre, Waldzither, Gesang Per Winker - Drums |
Wenige Tage vorm Tanz&FolkFest 2001 war sie fertig, die Leipziger Folksession-CD Vol. 3 mit dem digitalbernen Titel www.hollahi.de. Er trägt der Erstaunlichkeit Rechnung, daß das Internet zum Thema Volkslied mannigfaltige Infos bietet die Tradition bedient sich der Moderne, um seinen Fortbestand zu sichern. Früher war es das gute Gedächtnis des Folksängers, das die Lieder am Leben hielt, heute fristen sie ein Dasein als Webdatei wer ein Modem hat, der surfe. Gesungen wird eh nicht mehr. Im 4. Jahr gibt es die Leipziger Folk Session Band mittlerweile. Schwund und Neuzugänge sind an der Tagesordnung; erfreulicherweise aber blieb der harte Kern beharrlich, als da sind die Ex-Folkländer/Bierfiedler Uli Doberenz, Manne Wagenbreth, Jörg Wolf und Jürgen B. Wolff, der Ex-Briefträger und Rinnsteinpoet Jens-Paul Wollenberg, die Ex-Folkländer-Sprößlinge Andreas, Johannes und Till Uhlmann sowie der Ex-Wimmerschinken-Vorsänger Uwe Sterzik. Neu an Bord sind die Ex-Chansonette Susanne Grütz als Frontfrau, Blickfang und Adrenalinqueen, der Drummer Per Winker und der Gastsaxophoneur Max Teich. Und gern vergessen wird der Mann im Funkturm, ohne den sich alles anhörte wie nichts gelernt Thomas Hauff. www.hollahi.de ist eine Art spät beglichene Rechnung mit dem Folkrevival der 70er/80er, die die alten Herren noch offen zu haben meinten. Jens-Pauls Kommentar im Studio, nachdem er den König von Thule aufs Band geröchelt hatte, war: Wenn das meine alte Musiklehrerin wüßte... Komprimierter läßt sich das Credo von Vol. 3 kaum fassen. Da sind Lieder, die man eigentlich nie singen wollte und welche, die man längst einmal hätte gesungen haben sollen. Welche, die wir vorher gar nicht kannten und welche, die welche kannten, die wir kennen. Welche, an denen wir uns die Zähne ausbissen (und die daher am Ende doch nicht auf die CD kamen), und welche, bei denen die Zähne von ganz alleine rausfielen (insonderheit kann davon Jens-Paul ein Lied singen) bzw. bei denen uns noch vor kurzem dieselben stumpf geworden wären. Nun söhnt sich ja der Mensch im Laufe seines obligaten Hörnerabstoßens mit der Welt, sprich dem Volkslied, aus und selbst Susanne, die Volkslieder bis dato gar nicht kannte, gibt nun zu, daß ihr das Singen des ein oder anderen inneren Frieden bereitet. Geh hinaus in die Welt, kleine runde Scheibe, und künde vom deutschen Lied, wie es sich quälend um seine eigenen Wurzeln windet, weil es doch ums Verrecken nicht überleben will in dieser anglomorphen Welt, aber doch zum Teufel noch eins nicht in Ruhe gelassen wird. |