WIND SAND & STERNE nannte sich eine Band, die mit gutem Fug zu den Vorreitern des Ostfolkrevivals zählt. Um den Sänger und Songwriter Stefan Gerlach aus Thalheim im Erzgebirge (nahe Chemnitz) scharten sich Anfang der 70er einige vom Prager Frühling verstörte Berghippies und begannen Folk und Folkblues zu spielen. Dylan, Donovan, Cohen, Melanie, frühe Stones, aber auch Dubliners- und Furey-Nummern gehörten zum Repertoire. Vor allem die irischen Stücke, damals bereits stilecht mit Fiddle, Banjo und Akkordeon hingespielt, machten „Windsand“, wie sie im DDR-Süden hießen, zur Legende. Sänger „Steff“ Gerlach schuf darüber hinaus einige Tramperballaden, die bald jeder ernsthafte „Gammler“ im Umkreis mitsingen konnte. Einige der sagenumwobenen Songs singt Steff mit seinen wackeren Kollegen nun in seiner angestammten erzgebirgischen Mundart.